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Das Trainer-Leben bei ppedv AG

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Da ich bereits schon sehr viele Interviews geführt habe und u.a. auch einige Trainer interviewen durfte, wollte ich auch einen Artikel über das Trainer-Leben bei der ppedv schreiben. Smiley

Wie läuft eigentlich die Trainerauswahl bei ppedv ab? Wie sieht der Alltag unserer Trainer aus? Diesen Fragen bin ich nachgegangen und habe sehr interessante Antworten gefunden. Smiley

Die Trainersuche

Allgemein läuft ein Auswahlverfahren eines Trainers so ab, dass mit Chief Technical Officer  Martin Groblschegg besprochen wird, welchen Bedarf wir an Trainern haben und welche Themenbereiche derzeit nicht intern abgedeckt werden können.

Anschließend wird eine Stellenanzeige auf kostenfreie Portale gestellt, die online ausgeschrieben wird. Danach kommen die Bewerbungen rein, die bewertet werden. Gute Bewerbungen werden an Martin weitergegeben. Anschließend wird entschieden wie es weitergeht. Die Kandidaten müssen durch einen Auswahlprozess, die von den Regional Leads, HR und dem CTO durchgeführt wird.

Martin achtet auf zwei wichtige Auswahlkriterien: Zum einen die Begeisterung für neue Technologien und damit das ‚Spielen‘ mit den Produkten und als zweites die Teamfähigkeit.

Zum Schluss wird von allen beteiligten Mitarbeitern Feedback gegeben. Fällt das Feedback der beteiligten Mitarbeiter positiv aus, wird ihm ein Angebot zugeschickt und der Einstellungsprozess beginnt.

Einarbeitungsphase

Außerdem gibt es je nach Wissensstand verschiedene Modelle.

Was ist ein Trainee?

Ein Trainee ist ein Hochschulabsolvent, der in einem Unternehmen systematisch als vielfältig einsetzbare Nachwuchskraft aufgebaut wird, üblicherweise durch ein Traineeprogramm mit aufeinander abgestimmten Einsätzen in verschiedenen Abteilungen, Seminaren und Netzwerkveranstaltungen.

Trainee
Bei der Einarbeitungsphase eines Trainees findet ein gemeinsames Gespräch statt, welche Technologien als Schwerpunkt gewählt werden sollen. Anschließend beginnen dann die ersten Vorbereitungen auf die Technologien. Der Trainee nimmt an unseren Kursen teil. Nach 1-3 Monaten (je nach Schwierigkeitsgrad der Themen) kann der Trainee seine erste eigene Schulung halten.

Junior
Bei der Einarbeitungsphase eines Junior-Trainers wird vor Beginn ein Einarbeitungsplan erstellt. Wie bei einem Trainee findet auch bei Junior die Teilnahme an Schulungen in der festgelegten Technologie statt. Nach 1 Monat kann der Junior-Trainer seine erste Schulung halten.

Trainer
Der Trainer bekommt eine kurze Einarbeitung wie der Senior, wie eine Schulung bei ppedv gehalten wird und kann dann anschließend seine erste Schulung halten. Eine wichtige Voraussetzung für die Stufe Trainer ist die „Microsoft Certified Trainer“ Zertifizierung.

Senior
Der Senior-Trainer bekommt eine kurze Einarbeitung wie der Trainer. Zeitnah kann er seine erste Schulung halten. Ein Senior bringt viel Projekterfahrung und Schulungserfahrung mit oder hat diese im Rahmen der Tätigkeit bei ppedv erworben.

Entwickleralltag – Interview mit Trainer Marco Traspel (Trainer für Webentwicklung APS.NET/MVC)

Tugce: Was macht ein Trainer den ganzen Tag? Wie schaut der Alltag von IT-Entwicklern aus?

Marco: Man bildet sich selbst weiter. So sollte es im Idealfall laufen. Es kommen ständig neue Features, Änderungen und Bugs in die Welt von Microsoft, welche wir Trainer unseren Teilnehmern natürlich mitteilen müssen.

Durch unser neues Trainer-System hat jeder Trainer eine gewisse Anzahl an Punkten pro Quartal zu erreichen, um einen kleinen Bonus zu bekommen. Vorteile für den Trainer sind, dass sie mehr Zeit für andere Dinge haben, wofür man zuvor keinerlei Zeit hatte. Wie beispielsweise Artikel, Konferenzen, Prüfungen und Blogs erstellen.

Tugce: Musst du viel reden, zuhören, erklären und den ganzen Tag mehr Englisch als Deutsch sprechen?

Marco: Reden & erklären:

Seeeeehr viel sogar 😉 aber das macht man ja gerne, sonst wäre man nicht Trainer geworden.
Ich hatte letzte Woche das Vergnügen an der Ausbildung zum MCT teilzunehmen und konnte dort sehr viel lernen, unter anderem was einen guten Trainer ausmacht.
An dieser Stelle auch nochmals vielen Dank an Herrn Kirchner, welcher seinen Job exzellent gemacht hat und von welchem der folgende Leitfaden kommt um Trainer zu sein:

„Als Trainer sollte man nicht im Mittelpunkt stehen wollen, sondern eher sich dabei wohl fühlen und trotz alledem noch den Teilnehmern genügend Raum zum Entfalten lassen“.

Meistens spricht man Deutsch, aber die IT-Welt ist eben von der englischen Sprache geprägt und sämtliche Fachbegriffe oder Bezeichner sind englisch.
Leider trauen sich die meisten Teilnehmer nicht direkt ihre Frage zu formulieren, sobald ihnen etwas unklar ist. In diesem Moment ist das Feingefühl des Trainers gefragt, dies zu erkennen und nachzufragen.

Tugce: Wie oft bist du in der Woche unterwegs und wie oft sitzt du im Büro und musst bestimmte Telefonkonferenzen, Chats und Telefonate führen?

Marco: Unterwegs ist man ständig, besonders nachdem man sich schon in unterschiedlichen Themen bzw. Schulungen auskennt. Es gibt jedoch immer mal wieder einige Wochen, in denen man mal am Heimatstandort ist und sich um seine Kollegen kümmern kann oder diese mit Fragen durchlöchern darf. Smiley

Tugce: Im Vergleich zu anderen Berufen wird man als Entwickler gut bezahlt. Gab es schon einmal eine Situation, wo du auch privat sehr viel Zeit mit der Arbeit verbracht hast? (z.B. Telefonkonferenz um 21.00 Uhr?)

Marco: Meine längste Extra-Schicht ging bis 4:00 Uhr morgens. Aber das ist natürlich nicht üblich so. Unsere Arbeitszeiten gehen immer bis 17 Uhr. Ich hielt meine erste ASP.NET-Schulung und wollte mich einfach auf den nächsten Tag noch besser vorbereiten. Das ging die ganze Woche so.

Tugce: Gab es schon einmal eine Situation, wo ein Anwender (Teilnehmer) einen Fehler gemacht hat, wo er selbst verantwortlich war, aber dir die Schuld zugeschoben hat?

Marco: Nein noch nie. Ich hatte bis jetzt immer Glück mit meinen Teilnehmern und noch keine ‚extremen‘ Fälle gehabt.

Bei uns in Bayern gibt es ein Sprichwort, welches auf so gut wie alle IT-Unternehmen, denke ich, zutrifft: „Ned gschimpft, is globt gnuag!“ zu Deutsch: ‚Nicht geschimpft, ist Lob genug! ‘.

Lob wird man nie erhalten, da muss man schon die Welt vor einer riesigen Katastrophe gerettet haben. Jedoch gab es natürlich schon den einen oder anderen Moment wo sich Kollegen bei mir für meine Hilfe bedankt haben.
Der Sündenbock hingegen ist man ständig, man wird ja dafür bezahlt zu arbeiten und Geld für die Firma zu erwirtschaften. In gewissen Momenten wünschte ich mir das ‚ICloneable‘ Interface in mich zu implementieren (Entwickler Scherz).

Tugce: Wurdest schon mal von Freunden, Familie oder Nachbarn mit Problemen mit Ihren Heim-PCs „beglückt“?

Marco: Generell bin ich ein sehr hilfsbereiter Mensch, jedoch mit sehr wenig Zeit für Freizeit. Ich bin froh, wenn ich meinen einzigen zu 100% freien Tag in der Woche, Samstag, genießen kann. Ansonsten, überall wo ich helfen kann, helfe ich. Deshalb bin ich Trainer.

Tugce: Pflegst du eher alte Technologien oder implementierst du neue?

Marco: Deshalb liebe ich meinen Beruf bei der ppedv. Wir sind ständig am Nabel der Zeit und werden sobald es geht, mit den neuesten Technologien versorgt, um diese ausgiebig zu testen. Ich probiere gerne viele verschiedene Tools aus, welche mir mein Leben als Webentwickler erleichtern. Zurzeit kann ich einem jedem Webentwickler im Microsoft-Bereich die neuen WebEssentials empfehlen!

Tugce: Was sind deine Hobbies? Sind das auch IT-Hobbies oder ganz andere Vorlieben?

Marco:
Ich betreibe gerne Sport, Windsurfen, Segeln, Skifahren, Schwimmen, Joggen, Inline-Skating, Tennis, uvm. Ich bin schon seit meinem ca. 14. Lebensjahr von der Bildbearbeitung begeistert und habe diese Leidenschaft auch bis heute noch hobbymäßig betrieben. Seit meinem Einstieg ins Berufsleben, und in meiner Arbeit mit ASP.NET durfte ich schon oft feststellen, dass mir diese Fertigkeit schon oft zugutekam.

Entwickleralltag – Interview mit Trainer Arnold Eglseder (Trainer für .net-Entwicklung WinForms, WCF, WPF)

Tugce: Was macht ein Trainer den ganzen Tag? Wie schaut der Alltag von IT-Entwicklern aus?

Arnold: Der Alltag bedeutet Schulungen zu halten, jedoch machen wir das nicht zu 100% unserer Zeit. In unserer „(Schulungs-)freien“ Zeit gehört es zu unseren Aufgaben neben ganz alltäglichen Aufgaben wie Reise Planung, Kurssupport und Kaffeekonsum, uns mit den Neuigkeiten in unseren Themenbereichen auseinander zu setzen. Das heißt, vorab sich neue Technologien ansehen, programmieren und damit „spielen“, um bereits erste Erfahrungen damit zu sammeln bis es dann Schulungsrelevant wird.

Tugce: Musst du viel reden, zuhören, erklären und den ganzen Tag mehr Englisch als Deutsch sprechen?

Arnold: Ja, ja und oh ja. Wissen ist das einzige Gute, was sich vermehrt, wenn man es teilt.

Es ist unsere Aufgabe, das Wissen weiterzugeben und auch die Probleme und Bedenken der Kunden und Teilnehmer zu verstehen und ihnen hierbei mit Rat beiseite zu stehen.
Gerade in der Entwicklerwelt fallen sehr viele Fachbegriffe, welche ihren Ursprung im englischsprachigen Raum haben. Insofern denke ich sprechen wir laufend „denglisch“ – erklären meist auf Deutsch, doch viele Begriffe wie auch der Code sind englisch und somit verschmilzt das ganze etwas.

Tugce: Wie oft bist du in der Woche unterwegs und wie oft sitzt du im Büro und musst bestimmte Telefonkonferenzen, Chats und Telefonate führen?

Arnold: Je mehr Themen man beherrscht desto mehr Schulungen kann man natürlich halten. Ich bin eigentlich jede Woche im Training, wenn ich nicht gerade Urlaub habe oder die Feiertage dementsprechend fallen.
Meine Themen gehen allerdings nur über 3 bis 4 Tage, dadurch komme ich immer wieder mal im Büro vorbei, aber wir sind sicher einen Großteil unserer Zeit unterwegs an anderen Standorten, beim Kunden, im Zug, im Flugzeug, im Auto, etc.

Tugce: Im Vergleich zu anderen Berufen, wird man als Entwickler gut bezahlt. Gab es schon einmal eine Situation, wo du auch privat sehr viel Zeit mit der Arbeit verbracht hast? (z.B. Telefonkonferenz um 21.00 Uhr?)

Arnold: Die persönliche Weiterbildung kennt keine festen Arbeitszeiten. Man liest noch etwas im Zug, sieht sich neue Beispiele von Microsoft an oder man bereitet sich weiter auf die nächste Schulung vor.

Tugce: Wurdest schon mal von deinen Nicht-Entwickler-Kollegen mit Problemen Ihren Heim-PCs „beglückt“, also von Freunde, Kollegen, Nachbarn, Familienangehörigen?

Arnold: Das ist in dieser Branche doch so üblich. „Du Arbeitest doch mit Computer und so!?“ – Trainer zu sein, bedeutet aber auch helfen zu wollen, da fallen auch oft mal solche Aufgaben an wie „mein Drucker geht nicht mehr“ etc.

Tugce: Pflegst du eher alte Technologien oder implementierst du neue?

Arnold: Für mich gehört alles dazu. Wir sind natürlich immer an den Neuerungen interessiert und wollen damit arbeiten, aber in der Realität sind auch viele alte Technologien noch im Einsatz, welche zwar nicht mehr zwingend weiterentwickelt werden, aber dennoch weiter gewartet und gepflegt werden müssen.

Tugce: Was sind deine Hobbies? Sind das auch IT-Hobbies oder ganz andere Vorlieben?

Arnold: In meiner Freizeit bin ich durchaus Technisch begeistert, allerdings weniger mit IT. Ich suche meinen Ausgleich beim Schrauben an meinem Bergrennwagen und beim Fahren gegen die Uhr auf den verschiedensten Rennstrecken.
Leider habe ich ein schlechtes Hobby gewählt, da es sehr zeit- und kostenintensiv ist – hätte ich doch nur das Fischen als Hobby gewählt.

Interview mit Trainerin

Tugce: Erzähle mir über deinen beruflichen Werdegang.

Trainerin: Ich bin derzeit Studentin. Ich studiere Elektrotechnik an der TU München und habe mich vor etwa 3 Monaten bei der ppedv AG beworben. Ich hoffe jetzt einfach mal, dass ich den Job hier als Trainerin bekomme.

Tugce: Wie bist du zur IT gekommen?

Trainerin: Im Studium habe ich sehr viel mit Informationstechnik zu tun. Ich habe auch C gelernt und mich mit anderen Programmiersprachen befasst. Mit C# (C-Sharp) befasse ich mich intensiver.

Tugce: Was reizt dich daran?

Trainerin: Wahrscheinlich, weil das so die „ersten praktischen Erfahrungen“ waren, die ich während dem Studium machen konnte. Also an sich fand ich das Programmieren deshalb spannend, weil ich etwas machen konnte und dann auch Ergebnisse gesehen habe.

Tugce: Wie sehen dich deine Freunde und Bekannte als Frau in der IT bzw. Entwickler-Branche?

Trainerin: Ich denke, es ist ganz okay so. Es gibt einige, die sagen: „Wow, das ist doch voll schwer“. Smiley

Tugce: Warum glaubst du, dass es so wenige Frauen in der IT gibt? Und glaubst du, dass sich das ändern wird?

Trainerin: Das ist eine schwierige Frage. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, woran das liegt. Vielleicht sind das einfach die Rollen, die einem so zugeteilt werden: „Oh, ich bin ein Mädchen, ich verstehe kein Mathe“ und „Ich verstehe kein Physik“. Aber ob es daran liegt, weiß ich auch nicht.

Tugce: Stößt du manchmal im IT-Umfeld auf Menschen, die Probleme mit einer Frau als IT-Expertin haben?

Trainerin: Bisher noch nicht. Vielleicht hört man manchmal so komische Sprüche. Aber das ist nichts, wo ich mich bisher wirklich gestört gefühlt habe.

Tugce: Was würdest du einem interessierten Schüler/Student/ einer interessierten Schülerin/Studentin empfehlen?

Trainerin: Ich würde sagen, sie sollen es auf jeden Fall durchziehen. Das ist manchmal ziemlich hart, weil ich es jetzt auch bei mir im Elektrotechnikstudium sehe. Elektrotechnik ist zwar nicht genau IT, aber es ist auch schwer. Man muss halt so viel lernen, was man nicht anwendet, aber da muss man einfach dranbleiben und eben seine eigenen Interessen gleichzeitig irgendwie verfolgen.

Tugce: Wo siehst du aus deiner beruflichen Position heraus zukünftige Herausforderungen?

Trainerin: Wovor ich wirklich Angst habe ist, irgendwann mal Familie und Beruf zu managen. Also bis jetzt habe ich das Problem vielleicht nicht, aber später irgendwann schon.

Tugce: Welcher Mix an Fähigkeiten ist hierfür erforderlich?

Trainerin: Gute Nerven Smiley

Fazit: Ich finde, heutzutage sollte man einen Beruf ausüben, der einem Spaß macht. Noch besser ist es natürlich, wenn man das Hobby zum Beruf macht. Ein Trainerleben hat seine Vor- und Nachteile, so wie in jedem Berufsfeld. Falls jemand sehr gesprächig und hilfsbereit ist und noch dazu ein Interesse für IT hat, ist ein Trainer-Job ideal. 😉

Link: http://blog.ppedv.de/

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Praktikum über die Zeit bei ppedv AG

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1. Einführung/ Auswahlverfahren

Im fünften Fachsemester des Studienganges Wirtschaftsinformatik absolvierte ich mein Pflichtpraktikum. Die Vorfreude auf das bevorstehende Praktikum war sehr groß, da ich feststellen wollte, inwiefern ich das gelernte aus der Hochschule in die Praxis umsetzen kann.

Vor dem Einstieg in die Praxisphase musste das Unternehmen mit den passenden Tätigkeitsfeldern angeschrieben werden. Das Aufgabengebiet meiner Wahl war für mich im Bereich SQL Datenbanken.

Nach einigen Bewerbungsgesprächen verglich ich die einzelnen Unternehmen und stellte zwei, für mich interessante Betriebe gegenüber. Dies war zum einen die BMW GmbH in München – für eine Stelle im Bereich Projektmanagement. Auf der anderen Seite interessierte mich die ppedv AG, ein IT-Dienstleister und Schulungsunternehmen aus Burghausen, welches sich auf Microsoft-Themen spezialisiert.

Dort habe ich mich Initiativ beworben. Von beiden Unternehmen wurde ich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Sowohl die BMW GmbH als auch die ppedv AG gaben mir ihre Zusagen.

Meine Entscheidung fiel jedoch auf die ppedv AG aus Burghausen, da ich im Vorstellungsgespräch bemerken konnte, dass im Vergleich zur BMW GmbH, der Umgang untereinander viel lockerer und humorvoller war. Dies war natürlich ein wichtiges Entscheidungskriterium für mich, da man mit den Kollegen tagtäglich zu tun hat und deshalb ein angenehmes Arbeitsumfeld von Wichtigkeit ist.

Ein weiteres Entscheidungskriterium war, dass man in einem kleinen Unternehmen viel mehr lernt, als im Großunternehmen.

Außerdem wurde die Firma vom Leiter Hannes Preishuber detaillierter beschrieben, sodass ich mehr über das Unternehmen erfahren konnte. Schließlich begann ich am 19. August 2013 mein Praktikum bei der ppedv AG. Diese Praxisphase endet am 06. Dezember 2013.

Vielleicht noch ein kurzes Wort zu meiner Motivation:

Nachdem ich das Abitur geschrieben habe und ein Jahr im sozialen Bereich tätig war, habe ich mich entschieden ein Informatikstudium aufzunehmen.

Ich habe mich für die Fachhochschule Landshut entschieden, weil das Studium dort praxisbezogener ist und mit ein Praxissemester auch bereits konkrete Erfahrungen im Betrieb gesammelt werden können. Ebenso hat man an der FH einen besseren Bezug zu den Professoren. Das Informatikstudium an der FH fordert im Grundstudium besonders in Algebra einiges an Wissen.

Ansonsten sind die Klausuren nach dem zweiten Semester ohne größere Schwierigkeiten zu bestehen. 🙂 Gerade bin ich im Hauptstudium und habe noch zwei Semester vor mir und anschließend kann ich meine Bachelorarbeit schreiben. Smiley

SQL-Datenbanken haben mich schon immer Interessiert, weil es mir an der Hochschule Landshut Spaß gemacht hat, die einzelnen Aufgaben zu lösen, und in den Übungen und Leistungsnachweisen mit dem Professor die einzelnen Abfragen durchzugehen. Smiley

2. Position im Betrieb

Meine Position im Unternehmen hat sich während des gesamten Zeitraums nicht verändert.

Mein Aufgabengebiet bestand darin, Blogartikeln zu schreiben und das Leben einer Studentin bei der ppedv AG zu beleuchten.

Trotzdem musste ich wegen meiner Hauptaufgabe projektübergreifend arbeiten und konnte dadurch nützliche Einblicke in andere Projekte und Themen der Gesellschaft gewinnen.

3. Aufgabenstellungen

a) Einarbeitungszeit

Die ersten Wochen durfte ich mich mit dem Unternehmen vertraut machen und interne Prozesse kennenlernen. Das firmeneigene „SharePoint-Intranet“ dokumentiert alle Prozesse im Unternehmen und ist für jeden Mitarbeiter eine kleine Hilfestellung.

Abbildung 1
Abbildung 1: SharePoint-Intranet

Abbildung 1 zeigt das „SharePoint-Intranet“ nach erfolgtem Mitarbeiter-Login (siehe oben rechts – Tugce Terzi). Danach kann man je nach Belieben durch die verschiedenen Themengebieten navigieren. Im SharePoint werden aktuelle Projekte und die Schulungen dokumentiert und hochgeladen.

Neben dem SharePoint verwendet das ppedv-Team als Kommunikationsweg den Microsoft Lync Messenger. Lync bietet Kommunikationswege wie Telefon, SMS, E-Mail, Video-Konferenzen und Messaging. Abbildung 2 zeigt Microsoft Lync nach meinem erfolgten Login.

Abbildung 2
Abbildung 2: Microsoft Lync

In der Abbildung 2 ist auch zu erkennen, wer verfügbar, abwesend oder offline ist. Die Abwesenheitsminuten und sogar die Tage, an denen der Kollege oder die Kollegin nicht online war, sind ebenfalls zu sehen.

Mit meinen Trainern habe ich die meiste Zeit über Lync kommuniziert. Es ist sehr hilfreich, da man sieht, wer online ist und die kleinsten Fragen sofort abgedeckt werden.

In der Einarbeitungszeit hatte ich auch ein Fotoshooting für meine Blogartikel. Zur Identifikation für die Leser musste ich für jede Blogartikel ein Bild von mir auswählen, das meine Stimmung zeigt, es zurechtschneiden und anschließend in Artikel im Windows Live Writer einfügen, siehe Abbildung 3.

Mein Aufgabengebiet war nicht nur Blogartikel schreiben. Zu meinen Aufgaben gehörte auch das twittern rund um die Arbeit. Daher musste ich vorher erst einen Twitter-Account erstellen (@TerziTugce). Ebenso WordPress- und Google+-Account und Facebook hatte ich bereits. Smiley

b) Blogartikel schreiben

1. Blogeinträge. Wie bin ich vorgegangen?

Am Anfang sollte ich ein Thema auswählen, dass mir am meisten liegt. Ich hatte ein SQL-Thema zur Auswahl und ein allgemeines Thema, welches natürlich auf die IT bezogen war. Somit entschied ich mich erst für ein allgemeines Thema. Wenn man Spaß beim Schreiben über ein interessantes Thema hat, fällt die Erstellung eines Blog-Artikels wesentlich leichter, als bei einem Thema, welches dir gar nicht liegt bzw. dich nicht interessiert.

Anschließend musste ich Informationen zu meinem Thema aus dem Internet sammeln. Um Blogartikeln zu schreiben, muss man viel recherchieren – je nachdem, wie gut man sich mit diesem Thema auskennt. Man muss aber darauf achten, dass man auf keinen Fall Inhalte direkt übernimmt. Zu einem Blogartikel gehört auch ein Titel. Je nach Branche und Thema kann der Titel dezent oder auch lustig werden. Ich musste auch schauen, dass mein Titel immer eine hohe Aussage hat. Mit dem Titel muss man auf den Punkt kommen und in wenigen Worten sagen können, was den Leser im Artikel erwartet.

In der Einleitung sollte ich zu Beginn erzählen, was den Leser im Artikel erwartet und im Hauptteil musste ich dann in das Thema gleich einsteigen. Im Hauptabschnitt habe ich Links zu externen Quellen eingefügt. Falls es noch Zitate zum Text gab, habe ich Texte zitiert. Im Hauptteil habe ich an passenden Stellen Überschriften eingebaut, damit die Leser einen besseren Überblick über den Artikel bekamen. Bei etwas längeren Texten habe ich Bilder oder Screenshot einfügt und das ganze somit etwas aufgelockert.

Am Ende meines Blogartikels habe ich noch einmal in kurzen Sätzen den Blogartikel zusammengefasst. Im Fazit durfte noch der Hinweis auf die anderen Blogseiten nicht fehlen. Somit habe ich beispielsweise bei der Veröffentlichung meines Beitrags auf WordPress einen Hinweis auf den ppedv-Blog gegeben.

2. Word-Dokument und Windows Live Writer

Meine Blogartikel habe ich als Microsoft Word-Dokument verfasst und anschließend in Windows Live Writer hineinkopiert. Abbildung 3 zeigt Windows Live Writer.

Windows Live Writer ist ein kostenloses Blogging-Tool für viele Weblogs. Den persönlichen Blog kann man mit Fotos und Videos ausstatten und nach eigenen Vorstellungen gestalten. Mit Writer kann man in WordPress, Blogger und vielen anderen Weblogdiensten veröffentlichen. Für Blogger ist der Live Writer eine gute Alternative zu den Online-Editoren.

Abbildung 3
Abbildung 3: Windows Live Writer

3. Wo habe ich die Artikel gepostet bzw. veröffentlicht?

Meine Artikel habe ich im ppedv Team Blog (http://blog.ppedv.de/), siehe Abbildung 4, und in WordPress.com (https://sqlpraktikantin.wordpress.com/), siehe Abbildung 5, veröffentlicht.
Abbildung 4
Abbildung 4: ppedv Team Blog

Abbildung 5
Abbildung 5: WordPress

4. Meine Blogbeiträge:

– Frauen in MINT-Berufen (27.08.2013)
– Bevor man aufs Gas steigt, sollte man die Bremse lösen – Artikel über verbreitete Techniken, um Daten in SQL-Datenbanken effizient zu speichern (Kompression und Verwenden von Sparse Columns in SQL Server) (04.09.2013)
– Wusstet ihr… (die aktuelle Leistungsfähigkeit von Microsoft SQL Server-Top Statistik) (24.09.2013)
– Die neuen Windows-Tablets von Microsoft-Surface 2 und Surface Pro 2 (26.09.2013)
– Aktuelle Freeware-Tools für SQL Server (04.10.2013)
– Die Business-Frauen in der IT-Branche (10.10.2013)
– Tugce for beginners – INSERT (17.10.2013)
– Häufigkeit der Nutzung von sozialen Netzwerken in Deutschland (23.10.2013)
– Umsatz per Social Media (28.10.2013)

c) Interviews

– Interview mit Hannes Preishuber (19.09.2013)
– SQLdays-Konferenzveranstaltung (Interview mit Georg Urban und Guido Jacobs und Interview mit einigen Teilnehmern) (17.-18.09.2013)
– Tugce mittendrin: Interview aus der Guruschmiede (Interview mit den Trainern u.a. Martin Groblschegg und mit den Kursteilnehmern) (14.10.2013)

d) Social Media – Twitter

Twitter (Account: @TerziTugce)
– SQLdays-Konferenzveranstaltung (live twittern) (17.-18.09.2013)

Abbildung 6
Abbildung 6: Twitter Account

Wie schon erwähnt, gehörte auch das live „twittern“ rund um die Arbeit, zu meinen Aufgaben. Den Nutzen von Twitter habe ich nach der SQLdays-Konferenzveranstaltung besser erkannt. Meine Aufgabe war es dort, aus den Sessions live zu berichten bzw. zu twittern.

Ein einziger Hashtag pro Event sorgt dafür, dass man alles einfach mitkriegt. Den Kern eines Vortrags kann man auch in wenigen Sätzen formulieren und diese dann anschließend twittern. Das ergibt ein öffentliches Protokoll und hilft den Inhalt/Kern einer Session sichtbar zu machen und Aussagen zu gewichten (beispielsweise durch „Retweeten“).

Zweck der Liveübertragung ist es, die Veranstaltungsatmosphäre auch in den virtuellen Raum zu übertragen, damit alle die nicht da waren, denken: „Da läuft was gutes, da möchte ich nächstes Mal auch dabei sein!“. Smiley

4. Probleme/ Lösungsansätze

Probleme während des Praktikums:

Zu den Problemen ist nicht viel zu erwähnen. Da ich schon von Anfang an meistens auf mich alleine gestellt war, habe ich mich mit den Themen vertraut machen müssen, um das Konzept von Themen dahinter nachvollziehen zu können. Zudem sind momentan nur folgende Probleme zu erwähnen: Keine perfekten Kenntnisse im Bereich SQL, deshalb war viel Einlesen in manche Thematik notwendig und auch viel Selbststudium notwendig.

Lösungsansätze:

Lösungsansätze habe ich von meinen Trainern Andreas Rauch und Sebastian Süße bekommen. Smiley

5. Fazit

Abschließend kann ich mit Sicherheit sagen, dass meine Vorstellungen und Wünsche, die ich vor dem Praktikum hatte, zu hundert Prozent erfüllt worden sind. Diese waren

· gutes Arbeitsklima
· freundliche Arbeitskollegen
· flexible Arbeitszeiten
· Kenntnisse erweitern
· neues Wissen aufbauen
· angenehmes Gehalt (wenn auch nur als Praktikant)

Nun möchte ich kurz auf die einzelnen Aufzählungspunkte eingehen. Das Arbeitsklima ist einfach hervorragend. Ich habe einen schönen Arbeitsplatz und viel Raum zur Entfaltung.

Zudem hatte ich während meines Praktikums auch keine Probleme mit den Arbeitskollegen. Alle Kolleginnen und Kollegen sind sehr zuvorkommend, hilfsbereit, humorvoll und zudem auch sehr kompetent. Man hat das Gefühl, dass einfach jeder hier seine Arbeit schätzt und liebt. Dies wirkt sich natürlich positiv auf das Verhalten der Mitarbeiter und führt zu einem guten Betriebsklima. Außerdem sind die Gleitarbeitszeiten hier sehr angenehm.

Ich habe viel im Bereich „SQL Server“ lernen können. Zudem konnte ich auch mein vorhandenes Wissen erweitern. Es ist aber auch immer wieder schön anzusehen, wie ein wirklich toporganisiertes Unternehmen funktioniert.

Durch dieses Praktikum konnte ich einfach viele Dinge entweder neu erlernen oder aber auf den Grundlagen aufsetzen und diese Kenntnisse ausbauen.

Zu guter Letzt möchte ich auch noch einen kleinen negativen Aspekt nennen. Hin und wieder benötigt man einige Informationen von den Trainern und hier war das Problem, dass die Trainer entweder „in einer Besprechung“ oder auf einer Schulung waren und nicht sofort auf meine E-Mail antworten konnten. Sind die Informationen bzw. die Fragen wichtig und relevant für die Arbeit, dann kommt man auch zeitlich gesehen ins „Stocken“.

Trotz alledem ist ein Praktikum bei der ppedv AG absolut empfehlenswert. Smiley

Link: http://blog.ppedv.de/